Nach intensiver Planungs-, Beschaffungs- und Installationsphase ist es nun so weit, und alle Geräte sind vollständig in Betrieb und stehen der Forschung zur Verfügung.
Die neue Infrastruktur erweitert das technologische Portfolio der Core Facilities deutlich und eröffnet neue Möglichkeiten um multi-omics Analysen von biomedizinischen Proben durchzuführen und auszuwerten. Die nun zur Verfügung stehenden Systeme sind:
MACSima™: Das automatisierte System ermöglicht die räumlich und subzellulär aufgelöste Untersuchung von Gewebe- und Zellproben mittels einer hochmultiplexen, schrittweisen Immunfluoreszenzfärbung (>200 Proteine, 27 RNAs). Damit lassen sich Zelltypen, Expressionsmuster und Zellinteraktionen direkt im Gewebekontext identifizieren und analysieren.
cellenONE™: Das System ermöglicht die hochpräzise, automatisierte Isolation und Dispensierung einzelner Zellen, Zellcluster oder subzellulärer Komponenten mittels optischer Detektion und Piezo-basierter Liquid Handling Technologie. Es erlaubt eine schonende und reproduzierbare Probenverarbeitung für nachgelagerte Single-Cell- und Multi-Omics-Anwendungen, insbesondere für Single-Cell Proteomics. Durch die Kombination aus hoher Genauigkeit, Flexibilität und geringer Probenmenge eignet sich das System insbesondere für anspruchsvolle Proben und experimentelle Designs mit höchsten Qualitätsanforderungen.
Xenium: Die Xenium-Plattform ist eine Mikroskopie-basierte Spatial Transcriptomics Technologie zur räumlichen Darstellung von RNA und Proteinen auf subzellulärer Ebene direkt in Gewebeschnitten, um Zell-Zell-Interaktionen und die Gewebearchitektur zu verstehen. Es lassen sich damit Tausende von Genen gleichzeitig lokalisieren, hochauflösende Bilder erzeugen, Zelltypen identifizieren und Krankheitsmechanismen (z.B. bei Krebs oder neurodegenerativen Erkrankungen) auf mikroskopischer Ebene untersuchen, was für die Präzisionsmedizin entscheidend ist.
HPC-Hardware: Im Rahmen dieses Projekts wurden CPU und GPU Hardware sowie Speichermedien erworben, die in den Meduni Scientific Cluster (MSC) am ITSC integriert wurden und bereits von den Forschenden der MUW zur Analyse von Multi-Omics Daten, aber auch von anderen grossen Datensätzen genutzt werden.
Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Systemen, Anwendungsbereichen, Buchungsmöglichkeiten sowie Ansprechpartner:innen finden Sie wie gewohnt auf den Webseiten der Core Facilities bzw. erhalten Sie direkt bei den jeweiligen Teams.
Wir freuen uns darauf, diese neue Infrastruktur gemeinsam mit Ihnen zu nutzen und auf die spannenden Forschungsprojekte die daraus entstehen werden.
Mit besten Grüßen
das Core Facilities-Team